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Chansons

"Chansons wie Champagner
Prickelndes musikalisch-literarisches Kabarett. Friedrich Hollaender, Kurt Tucholsky und Kurt Weill hätten ihre helle Freude an den einfühlsamen Interpretationen ihrer Lieder gehabt. Stephanie Haas ließ selbst auf dem Klavier liegend keine Chance zum Tremolo aus – das prickelte dann schon ganz gewaltig. Ob als feine Dame, verruchte Prostituierte oder kleines Mädchen, das Friedrich Hollaenders sarkastisches Gedicht „Wenn ich mal tot bin“ ins Publikum haucht, stets überzeugte sie mit ihrer schier unglaublichen Bühnenpräsenz.“

Michael Werner (Stuttgarter Zeitung)

 

Programme:

"Nacht und Träume"
Lieder, Texte und Chansons von Franz Schubert, Ernst Bloch, Franz Kafka,
Erik Satie, Friedrich Hollaender und anderen

     Wunschträume, Tagträume, Alpträume... Stephanie Haas und Roswitha Troitzsch laden singend, spielend und erzählend ein in die groteske, verführerische, geheimnisvolle Welt des Traumes. Engel schweben durch die Lüfte, Menschen träumen vor Schaufenstern, ein Bronzefrosch erwacht im nächtlichen Park zum Leben, die bezaubernde Zirkusreiterin zeigt für einen winzigen Augenblick ihr wahres Gesicht.

 

"Hotelzimmer"
Chansons und Geschichten von Menschen in Hotels

     Reisende, Flüchtlinge, Freiheitsliebende, Ruhelose, Liebespaare, Sehnsüchtige, Verfolgte, Heimatlose suchen Zuflucht - im Hotelzimmer einer schäbigen Absteige oder in der Suite eines
Luxushotels. Leonard Cohen erinnert sich an eine Nacht mit Janis Joplin im "Chelsea Hotel", Liftjungen geistern durch Kafkas "Hotel Occidental", seinen Tod in Venedig findet Gustav Aschenbach im "Hotel des Bains"...
     Chansons von Erik Satie, Marguerite Monnot, Hanns Eisler, Kurt Weill; Texte von Lisa Fittko, Cesare Pavese, Alfred Andersch, Bertolt Brecht, Franz Kafka, Joseph Roth, Claire Goll...

 

"Hollywood - Elegien"
Chansons von Bert Brecht, Hanns Eisler, Kurt Weill, Paul Dessau

 
 
"Youkali"
 Chansons, Grotesken und Gesangs-Szenen von Kurt Weill, Vojtech Saudek,
Christian Morgenstern, William Shakespeare
 Stephanie Haas: Gesang - Gunilde Cramer: Klavier - Christoph Haas: Percussion

Hörbeispiele

     Im Pariser Exil schrieb Kurt Weill Lieder voller Sehnsucht, die den Charme französischer Chansons atmen. Youkali, das ist ein utopischer Ort. Hier ist der Mensch des Menschen Freund. Stephanie Haas gestaltet "Youkali" in einer zärtlich glühenden Intensität, die dieses Lied unvergesslich macht. Der tschechische Komponist und Pianist Vojtech Saudek ist der Enkel von Franz Kafkas Lieblingsschwester Ottla. Für Stephanie und Christoph Haas schrieb er
"Das große Lalula und andere Galgenlieder" auf Texte von Christian Morgenstern. Genuß und Katharsis finden zu einer spannungsgeladenen Einheit in Saudeks "Shakespeare-Gestalten": Julia ist licht und feingliedrig gezeichnet, Zettel humoristisch und leichtfüßig, Hamlet zeigt sich voll veritabler Dramatik, Macbeth steigert sich zu einer packenden Wahnsinnsszene, bis der Narr diese brillante Bilderfolge abschließt.

 
 

     "Stephanie Haas war an diesem Abend Julia, Hamlet und Macbeth. Ihre Stimme leistete in Dynamik, Artikulation, Tongestaltung und psychologisch-musikalischer Linienführung Sensationelles."

(Reutlinger Generalanzeiger)

 

     "Das kongenial aufeinander eingespielte Ensemble hat sich auf ein Repertoire spezialisiert, das Absurdes, Unheimliches und Erotisches umfasst. Die Auswahl der Lieder ist exklusiv und reich an Spannung. Christian Morgensterns "Das große Lalula" ist für Stephanie Haas ein virtuoses Kabinettstückchen. Einen Text, der nur aus Fantasiewörtern besteht, so zu singen, dass er zur magischen Beschwörung wird, dazu gehört gesangliche Kraft und ein hervorragendes Verständnis für Sprache. Über beides verfügt Stephanie Haas in hohem Maße. Fazit des Konzertes: Eine Initiation in die Macht des Gesangs!"

(Badische Zeitung, 26.5.2003)

 

     "Da schreitet sie im langen schwarzen Kleid summend durch die Zuschauerreihen und sucht den Blickkontakt zum Publikum – und findet ihn auf Anhieb, jedem das Gefühl vermittelnd: Mich schaut sie an! Und schon bei ihrem ersten Lied stellt man erstaunt fest, daß hier nicht eine Chansonsängerin im üblichen Sinne auf der Bühne steht, sondern eine wirkliche, echte Sängerin, die ihr Metier perfekt beherrscht.
     Kein Wunder, Stephanie Haas ist ausgebildete Sopranistin, was sie aber nicht gerne hört, weil ihr diese Bezeichnung als viel zu eng erscheint. Und das ist absolut kein Hochmut: Mühelos durchsingt sie die Bandbreite der Stimmlagen. Dabei ist ihr Gesang, ihre Sprache immer glasklar und von prägnanter Artikulation und Eindringlichkeit. Zur Eindringlichkeit ihrer Darstellung gehört zweifelsohne ihre schauspielerische Leistung. Beeindruckend, wie sie – in einem von Kurt Weill vertonten Kästner-Gedicht – im Café sitzt und einen Abschiedsbrief an ihren ungetreuen Liebhaber schreiben will. Da spiegelt schon im wortlosen Vorspiel ihr Gesicht alle Empfindungen wider. Stephanie Haas spielt, nein: verkörpert, besser: Sie ist die Bardame, die Enttäuschte, der das Blaue vom Himmel versprochen wurde. sie ist das bittstellende Wiener Mädchen, das den Hauptmann ersucht, ihren Geliebten nicht in den Krieg zu schicken. Sie ist die feine Dame, die der feinen Gesellschaft den Spiegel vorhält. Mal züchtig, mal lasziv, mal seelebaumelnd ans Klavier gelehnt oder furienhaft durch das Publikum fegend, hält sie ihr Publikum fast zwei Stunden kurz in Atem, von Roswitha Troitzsch meisterlich am Klavier begleitet.
     Natürlich kam Stephanie Haas nicht um Zugaben herum. Sie steht tatsächlich Kopf und rezitiert dabei Kästners „Kopfstand auf der Loreley“. Der Applaus zwingt sie ein zweitesmal auf die Bühne und sie verabschiedet sich mit einer Einladung auf eine Insel, auf der es keinen Streit, keinen Krieg, keinen Neid, keine Mißgunst gibt: „Youkali“ - ein Traum.“

Hechinger Zeitung

 

     „Woran lag es, daß man bei jedem Lied das Gefühl hatte: so und nicht anders? Zunächst natürlich am famosen Sopran der Sängerin: kristallklar und scheinbar mühelos den Raum füllend, dabei reich an Tempiwechseln und Varianten. Ihr theatralisches Talent tat sein übriges: Stephanie Haas sang nicht nur, nein, sie lief durch den Raum, tanzte, gestikulierte. Die Sängerin schaffte ein kleines Wunder: Jedes einzelne Chanson wurde lebendig und greifbar. Spätestens mit den „Tierversen“ (vertont von Paul Dessau) bewies Stephanie Haas ihre enorme Wandlungsfähigkeit, die man wohl haben muß, will man Brechts thematischer und stilistischer Vielseitigkeit gerecht werden. Eben noch ausdrucksvoll bei Kriegsleid und Nazi-Größenwahn, nun pointiert bei den kurzen Kinderreimen. Am Ende bot Stephanie Haas mit drei von Kurt Weill vertonten Chansons ein furioses Finale. In „Nanna’s Lied“ beschwor sie die Leiden der Liebe herauf. Dann noch „Surabaya-Jonny“ und „Der Matrosensong“. Mal sanft-elegisch, dann plötzlich wieder kraftvoll und stark – allein mit diesen Liedern zeigte Stephanie Haas ihre ganze Klasse. Viel Beifall. Als Zugabe die Ballade „Von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“: Das hier jedenfalls war schon ziemlich nah dran an der Vollendung.“

Schwäbisches Tagblatt

 

"Das Blaue vom Himmel"
Chansons von Friedrich Hollaender, Walter Mehring, Erik Satie, Marcellus Schiffer

 

     "Stephanie Haas taucht ein in ein Wechselbad der Gefühle, spannt mimisch und stimmlich den Bogen von Trauer bis Wut. Die innere Befindlichkeit einer Frau zieht sich wie ein roter Faden durch die mit sicherem dramaturgischem Griff zusammengestellten Lieder. Die Sängerin zeigt sich dabei als virtuose Interpretin. Stephanie Haas ist nicht nur stimmlich beeindruckend, sie ist auch in ihrer Darstellungsweise sehr expressiv, unterstreicht die Liedinhalte mit mimisch-gestischem Nachdruck. Die Dramaturgie ihrer episodenhaften Lebenswirklichkeitsbeschreibungen wechselt vom Dramatischen nahtlos ins Humoristisch-Kabarettistische. Unterstützt wird sie dabei feinfühlig von Roswitha Troitzsch am Klavier. Das harmonische Zusammenwirken der beiden exzellenten Künstlerinnen scheint weniger ein Begleiten zu sein als vielmehr ein partnerschaftliches Miteinander. Kein schlechtes Ende für die Frauenwochen.“

Esslinger Zeitung

 

"Berlin - Paris - New York"
Die Musik von Kurt Weill
Stephanie Haas: Stimme, Roswitha Troitzsch: Klavier, Christoph Haas: Drumset

Hörbeispiele

Einsamkeit, Sehnsucht und Liebe in der Zeit der großen Städte... Eine Reise "Berlin - Paris - New York", arrangiert als Hommage an den großen Komponisten Kurt Weill. Im Berlin der 20er Jahre schuf er gemeinsam mit Brecht ein neues Musikgenre. Als Jude und Protagonist "entarteter Musik" mußte er 1933 emigrieren. Seine Reise führte ihn zunächst nach Frankreich, dann nach England und schließlich in die USA. Kurt Weill gelang es in faszinierender Weise, die Musikkultur seines jeweiligen Gastlandes mit musikalischem Gespür in sich aufzunehmen und dabei seine künstlerische Handschrift zu wahren. Die durch das Exil aufgezwungene Sprache wurde zu seiner eigenen, und der Charakter der Stücke wandelte sich mit ihm, mit der neuen Umgebung. So fing er den Flair der Lichterstadt Paris ebenso ein wie den Glamour des Broadway.
Es erwartet Sie Bekanntes wie den "Matrosensong" und "Das Lied vom Surabaya-Johnny"; vor allem aber lädt es dazu ein, Neues zu entdecken: Deutsche Lieder, französische Chansons, amerikanische Musical-Songs aus Berlin - Paris - New York.

 
Hommage an Kurt Weill beim Monrepos-Festival im Seeschloß
"Eine Reise Berlin - Paris - New York, arrangiert als Hommage für Kurt Weill zum Doppel-Gedenkjahr des 1900 geborenen und 1950 verstorbenen Komponisten. Diese Musik-Weltreise mit Weill wurde im vollbesetzten Kuppelsaal des Seeschlosses zum umjubelten Publikums-Renner, sängerisch fulminant bestritten durch Stephanie Haas samt der Pianistin Roswitha Troitzsch und Schlagzeuger Christoph Haas. (...) Natürlich beginnend mit Bert Brecht. Also im Berliner Abschnitt mit Surabaya-Johnny, Licht- und Matrosensong und dann 1933 jäh endend mit dem von Erich Kästner formulierten "Abschiedsbrief". Danach 1934 Paris ("Marie Galante"), schließlich Exil und endlich Heimat New York mit Maxwell Andersons "Septembersong" und der mit Walter Mehring 1944 gestellten Frage "Wie lange noch? (...) Erneut frappierte bei alledem die künstlerische Konzeption: Musikalische Momentaufnahmen machten es möglich, Leben, Leidenschaft, Leiden und Leistung eines Kurt Weill und seiner literarischen Weggefährten nachzuvollziehen."

Ludwigsburger Kreiszeitung, 27.6.2000 (rö)

Hörbeispiele (mp3-Format)
Vojtech Saudek: "Das große Lalula"
Lieder auf Texte von Christian Morgenstern
Das Hemmed (1:17 min, 606 kB)
Der Werwolf (1:04 min, 502 kB)
   
Aus der CD "Youkali":  
"Nanna's Lied" Musik: Kurt Weill, Text: Bert Brecht (1:40 min, 788 kB)
"Youkali" Musik: Kurt Weill, Text: Roger Fernay (2:10 min, 1019 kB)
Vojtech Saudek: "Shakespeare-Gestalten"
"Julia" (0:37 min, 296 kB)

"Hamlet"

(1:34 min, 736 kB)

Alle CDs sind erhältlich direkt bei uns und im Fachhandel